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Bild Kärnten in der Enzyklopädie Sloweniens

Kärnten in der Enzyklopädie Sloweniens

KÄRNTEN IN DER ENZYKLOPÄDIE SLOWENIENS.
KRITISCHE ANMERKUNGEN ZU EINEM BEEINDRUCKENDEN NACHSCHLAGEWERK

Autor: Alfred Ogris
Erscheinungsjahr: 2006
Seitenanzahl: 57
Abbildungen: 29
Gewicht: 130 g
Format: 24 x 16 cm

Im Jahre 1993 bot die so genannte Tolar-Affäre (Verwendung des Kärntner Fürstensteins auf Geldscheinen Sloweniens) Anlass, sich am Beispiel zweier Symbole der Kärntner Landesgeschichte, nämlich des Fürstensteins und des Herzogstuhls, kritisch mit Tendenzen in der slowenischen Geschichtsschreibung, der Publizistik und der Politik auseinanderzusetzen, territoriale und ethnische Gesichtspunkte miteinander zu vermischen. Den neuerlichen Anstoß, sich mit dieser Thematik zu beschäftigen, bot im Herbst des Jahres 2005 die öffentliche Ankündigung, Slowenien wolle (und wird) mit 1. Jänner 2007, anlässlich der Einführung der Euro-Währung in unserem Nachbarland, neuerlich den Kärntner Fürstenstein, diesmal auf der 2-Euro-Cent-Münze Sloweniens, als Hoheitssymbol verwenden. Von Protesten Österreichs, das in Brüssel bei derlei die Europäische Union betreffenden Entscheidungen ein Mitspracherecht hat, war trotz heftiger Reaktionen aus Kärnten und einer diesbezüglichen Resolution der Kärntner Landesregierung an die österreichische Bundesregierung nichts zu vernehmen.

Darüber hinaus gehend ist es aber Ziel dieser Studie, den Motiven auf den Grund zu gehen, die in einer solchen Handelungsweise Sloweniens verborgen sein könnten; und dazu bietet sich ein in den Jahren von 1987 bis 2002 in unserem Nachbarland unter dem Titel „Enzyklopädie Sloweniens“ erschienenes 16-bändiges Standard- und Nachschlagewerk von beachtlicher Qualität an, in dem jedoch gerade in der hier zu erörternden Frage, nämlich der Vermischung des territorialen Prinzips mit dem ethnischen, eine allzu großzügige Handhabung bezüglich der Einbeziehung Kärntens in die Enzyklopädie Sloweniens festzustellen ist. Es ist kaum anzunehmen, dass der Begriff der europäischen Regionen, in diesem Fall jener der Alpen-Adria-Region, so weit aufzufassen sein wird, dass wesentliche Teile eines Landes in Standardwerken des Nachbarlandes sozusagen nahtlos, und oftmals ohne entsprechende Hinweise (siehe z. B. Villach), aufgehen. International üblich wäre es, klar die jeweilige Staatszugehörigkeit zu benennen.




Preis € 5,-