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Bevölkerungsbewegung

BEVÖLKERUNGSBEWEGUNG UND WIRTSCHAFTSWANDEL IN KÄRNTEN 1918–2001.
DEMOGRAPHISCHE ÜBERLEBENSSTRATEGIEN EINER ÖSTERREICHISCHEN RANDREGION


Archiv für vaterländische Geschichte und Topographie Bd. 86
Autor: Thomas Zeloth
Erscheinungsjahr: 2002
Seitenanzahl: 317
Abbildungen: 22
Karten: 20
Tabellen: 41
Gewicht: 880 g
Format: 24,5 x 16 cm
ISBN: 3-85454-100-7

Die erste komplexe Darstellung eines Themas, das laufend in Wortmeldungen einfließt, aber bis jetzt nie konkret untersucht wurde. Es ist dies der Fragenkomplex rund um die negativ besetzte Aussage, die lautet: „Kärnten ist ein Abwanderungsland. Die besten Kräfte gehen der Wirtschaft verloren.“ Die aus statistischen und archivalischen Quellen erhärteten Fakten liegen nun vor.

Bevölkerungsentwicklung ist ein grundlegendes Thema für das Verständnis von Geschichte und Gegenwart eines Landes. Kärnten ist im 20. Jahrhundert ein Abwanderungsland gewesen, das steht fest. Mangel an Verdienstmöglichkeiten, aber auch ein Defizit an Zutrauen in das Land und in die eigene innovative Kraft waren hierfür maßgebend. Andererseits wurde das Land aber für viele Nichtkärntner zur Basis für einen hoffnungsvollen Neubeginn. Nach dem Zweiten Weltkrieg haben sich rund 40.000 Flüchtlinge in Kärnten niedergelassen und einen wichtigen Beitrag zum Wiederaufbau der Wirtschaft geleistet.

Vor dem Zweiten Weltkrieg zogen die Menschen aus Kärnten vor allem in die Steiermark und Wien, nach dem Krieg verstärkt auch nach Salzburg, Tirol und Vorarlberg. 1934 lebten 55.000 Kärntner in den anderen Bundesländern. Zwischen 1951 und 1971 verließen 50.000 Bürger Kärnten. Die Abwanderung zieht soziale Folgen nach sich: Die Bezirke St. Veit und Hermagor gehören zu den überalterten innerhalb Österreichs. Auch die Innerkärntner Migration brachte soziale Veränderungen mit sich: Die Menschen drängten vom „Rand“ Kärntens ins Zentrum. Alle Randgebiete waren mit großer Abwanderung konfrontiert. Einzelne Gemeinden im Görtschitztal (z. B. St. Martin am Silberberg), auf der Saualpe (z. B. Pustritz) und in Unterkärnten (etwa Eisenkappel und Zell) verloren bis zur Hälfte der Bevölkerung durch Abwanderung.


Bevoelkerungsbewegung,_Inhalt_Seite_1.pdf
Bevoelkerungsbewegung,_Inhalt_Seite_2.pdf
Bevoelkerungsbewegung,_Inhalt_Seite_3.pdf

Preis € 27,-